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04.09.2012 Nichts für schwache Nerven: Valentin Eichner beim HTTV Top21!
Königstein. Immerhin zu den 21 besten C-Schülern Hessens konnte sich Valentin Eichner schon vor Turnierbeginn zählen. Verdient hatte er sich dies durch seinen dritten Platz bei der Bezirksendrangliste im vergangenen Juni. Schon im Training hatte Valentin angedeutet, wie sehr er sich verbessert hatte. Auch die ersten beiden Spiele in der Verbandsliga Schüler begannen vielversprechend. Die Zeichen sahen also gut aus und ließen auf ein erfolgreiches Abschneiden hoffen! Doch schon am ersten Tag wurde es das Turnier der ganz besonderen Herausforderungen Valentins. Zunächst einmal plagte ihn eine leichte Erkältung, die ihn aber immerhin nicht vom Training am Freitag abhielt und deretwegen er sich auch nicht bei seiner Ankunft in Königstein Gedanken machte. Wie würde Valentin mit diesem Schock umgehen? Immerhin hieß der Gegner in der ersten Einzelrunde Robert Volkmann von der TuS Hornau. Gegen diesen hatte er in der Vergangenheit nie gewinnen können, obwohl er häufiger nahe dran gewesen war. Gegen Berkay Demirtas (SVH Kassel) ging es ähnlich knapp zu. Im Verlauf des Spiels ließ Valentin leider einige Führungen ungenutzt. Im Entscheidungssatz zeigte er aber noch einmal großes Kämpferherz, egalisierte hier einen 6:10 Rückstand, ehe ihm dann beim Gleichstand von 10:10 ein denkbar ungünstiger Fehlaufschlag unterlief. Da der nächste Punkt ebenfalls im Aus landete, musste Valentin seiner erste Niederlage quittieren. Da in der 7er Gruppe allerdings die ersten 4 Spieler für den zweiten Tag qualifiziert sein würden, bedeutete dies zunächst noch keinen Beinbruch. Die Partie gegen den starken Maximilian Schlicke (SV DISBU Rüsselsheim) startete denkbar ungünstig. Valentin beschäftigte sich noch mit der Niederlage zuvor und verlor den ersten Satz mit 0:11. Auch im zweiten Satz lag er mit 0:5 zurück, startete dann aber ein tolles Comeback und gewann diesen Durchgang noch. Nun war die Partie offen, doch Valentin hatte etwas Pech in den entscheidenden Situationen und verlor folgerichtig mit 1:3. Nächster Gegner war Toni Dombai (TTC Burghasungen), der leider durch regelwidrige Aufschläge und sein cholerisches Auftreten auffiel. Leider war der Schiedsrichter nicht wirklich konsequent: Zwar ermahnte er Valentins Gegner mehrmals, zählte aber letztlich keinen einzigen Aufschlag ab. Dennoch kämpfte Valentin aufopferungsvoll, erneut musste er in den entscheidenden fünften Satz gehen. Hier holte er einen hohen Rückstand auf, musste dann aber doch knapp seinem Gegner gratulieren. Nach dieser Niederlage stand Valentin mit dem Rücken zur Wand. Einem Sieg standen drei Niederlagen gegenüber. Wollte er noch weiterkommen, musste er die beiden letzten Partien gewinnen - unter anderem gegen den noch ungeschlagenen Gruppenkopf. Doch zunächst traf Valentin auf Timurs Günes (TG Großauheim), der bisher noch keinen Satz gewonnen hatte und in der sonst ausgeglichenen Gruppe chancenlos geblieben war. Hier musste unbedingt ein 3:0 her, denn schließlich konnte das Satzverhältnis über Weiterkommen oder Ausscheiden entscheiden. Im ersten Satz lief alles nach Plan, doch im zweiten Durchgang war Valentin etwas unkonzentrierter und wurde von seinem Gegner in die Verlängerung gezwungen. Nach einem Time-Out bei 12:12 gelang es ihm jedoch diesen Satz zu gewinnen und im dritten Satz setzte er sich wieder klar durch. Puh! Nun ging es gegen Helge Wagner (TTC Altenstadt), der bisher unbesiegt geblieben war. Valentin hatte ihn vor den Sommerferien bei den Hessischen Jahrgangsmeisterschaften nach 0:2 Rückstand noch geschlagen, doch würde ihm dies heute erneut gelingen? Am Ende stand also eine 3:3 Bilanz zu Buche. Nun hieß es die Ergebnisse der Konkurrenz abwarten. Am Nebentisch setzte sich sein erster Gegner, Robert Volkmann, mit 3:1 gegen Toni Dombai durch, wodurch neben Valentin mehrere Spieler in der Gruppe eine 3:3 Bilanz aufwiesen. Es mussten also die Sätze ausgezählt werden. Und die sprachen schließlich für Valentin. Denkbar knapp, denn Valentin hatte hier 14:13 vorzuweisen, während Toni Dombai 13:13 gespielt hatte. Nur ein einziger verlorener Satz mehr und es hätte der direkte Vergleich zwischen beiden gezählt und den hatte Valentin ja verloren. Gekrönt wurde dieser Samstag mit der Gewissheit, dass man auch scheinbar schwierigste Situationen (z.B. durchgefallener Schläger) durch eine tolle Einstellung wettmachen kann. Da Valentin seine Spiele gegen ebenfalls qualifizierte Spieler vom ersten Tag in den zweiten Wettkampftag „mitnimmt“, geht er mit einer 2:1 Bilanz ins Rennen und kann sich durchaus Hoffnungen auf einen Platz auf die Top Ten machen. |
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