03.01.2017
Kracher zum Jahresauftakt
Am kommenden Samstag trifft die erste Herrenmannschaft im Pokal auf den Tabellenführer der Verbandsliga Süd Lorsch.
Während die meisten Teams noch in der Winterpause sind, bzw. gerade erst mit der Vorbereitung zur Rückrunde begonnen haben, kommt es für den TVW am Samstag um 16 Uhr in der Schulturnhalle der Taunusblickschule zu einem absoluten Pokalkracher. Im Achtelfinale des Hessenpokals trifft man auf das verlustpunktfreie Team von TTV Topspin Lorsch. Vor drei Jahren kam es bereits einmal zur Begegnung dieser beiden Teams, Wallau war mit 0:4 deutlich unterlegen. Ein ähnliches Ergebnis ist auch diesmal zu erwarten, doch Widerstand darf der kommende Hessenligist in Wallau auf jeden Fall erwarten. Gutes Tischtennis wird den Zuschauern auf alle Fälle geboten, auch wenn der Pokal auf Wallauer Seite nur als Zubrot gesehen wird. Christian Beul, Maurice Kolling und Tobias Kleinort werden am Samstag zum Einsatz kommen und die Partie auch als Wettkampfpraxis für den Abstiegskampf der Rückrunde nutzen. Dass man den Klassenerhalt noch schaffen will, steht außer Frage, die Chancen sind aber gering.
Im Abstiegskampf haben einige Teams die Geldbörse geöffnet, so dass die Tabelle noch kräftig durcheinander geraten könnte.
Tabellenschlusslicht Herbornseelbach hat sich zur Rückrunde einen neuen Topspieler gegönnt, der Nigerianer Favour Ayobami Soretire, soll sogar noch stärker als der bisherige Spitzenspieler Schäfer sein, der in der Vorrunde kein Einzel verlor und mit 2047 TTR-Punkten den höchsten Wert aller Spieler der Liga hat. Sollten beide Spieler regelmäßig mitspielen, dürfte Herborn eines der besten Teams in der Rückrunde sein und sich noch aus dem Abstiegskampf verabschieden können. Auch der Tabellenachte VfR Wiesbaden hat sich zwei ausländische Spitzenspieler zur Rückrunde gegönnt, um den derzeitigen Relegationsplatz noch zu verlassen. Auch hier gilt, sofern das Team regelmäßig in Bestbesetzung antritt, dürfte der Abstiegskampf ohne die Wiesbadener stattfinden.
Daher sind Wallau und Nordenstadt auf dem Papier die klaren Außenseiter im Abstiegskampf. Allerdings werden drei direkte Absteiger und ein Relegationsteilnehmer gesucht, es wird also noch mindestens ein weiteres Team erwischen. In Wallau schaut man sich das “Wettrüsten” etwas verwundert an und freut sich auf viele interessante Spiele gegen starke Gegner, auch wenn am Ende der Saison der Abstieg in die Bezirksoberliga kaum zu vermeiden sein wird.